Sebastian Isepp

Sebastian Isepp


wurde 1884 in Nötsch im Gailtal geboren und starb, nach einem bewegten Leben, 1954 in London.

Er studierte an der Wiener Akademie und gehörte zum Kreis der Wiener Intellektuellen um Hofmannsthal, Schnitzler und Beer-Hofmann, die alle im berühmten Salon von Berta Zuckerkandl verkehrten. Seine erste Reise führte ihn 1911 nach Afrika, in den 20er Jahren reiste er oft mit der Familie Hugo von Hofmannsthals nach Italien, 1924 mit Adolf Loos und Oskar Kokoschka nach Paris.

Die Sommer verbrachte er oft in Altausee, wo er mit Jakob Wassermann und Carl Zuckmayer verkehrte. Seine erste Einzelausstellung fand 1915 in der Galerie Arnot in Wien statt, wo er zum ersten Mal mit seinen stimmungsvollen Winterlandschaften beeindrucken konnte.

Er beteiligte sich bei vielen wichtigen Kollektivausstellungen in der Secession und bei der „Neukunstgruppe“ um Schiele, Kokoschka, Faistauer und Franz Wiegele.

Zusammen mit Wiegele und Anton Kolig bildet er den Kern des später bekannt gewordenen „Nötscher Kreises“. Ab 1928 Restaurator im Kunsthistorischen Museum Wien und allmählicher Ausstieg aus der künstlerischen Aktivität.

1938 Emigration nach England, wo er ebenfalls als Restaurator und Gutachter für die National Gallery, Royal Collection und das Ashmalean Museum gearbeitet hat.