Herbert Boeckl

Herbert Boeckl


Klagenfurt 1894 - 1966 Wien

1912-1918 Architekturstudium in Wien, gleichzeitig starkes Interesse an Malerei und erste Ausstellungen. In den 20er Jahren gehörte Boeckl zum Freundeskreis um Adolf Loos, zusammen mit Karl Kraus, Arnold Schönberg und Oskar Kokoschka. Er integrierte in seine Malerei die gesamte europäische Moderne und wurde zum Vorbild und Lehrer für eine ganze Reihe von österreichischen Künstlern, besonders als er 1935 Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien wurde.

1946 widmete ihm die Akademie, deren Rektor er damals war, eine große Ausstellung, durch die er sich als der bedeutendste österreichische Künstler der Nachkriegszeit etablieren konnte. Er nahm 1932, 1934, 1936, 1950, und 1964 an der Biennale in Venedig teil.

1956 erhält Boeckl den international renommierten Guggenheim-Preis, 1958 Teilnahme an der Brüsseler Weltausstellung in der Schau „50 Jahre moderne Kunst“. Eine große Retrospektive gab es 1961 in Wien anlässlich der Eröffnung des Museums des 20. Jahrhunderts und 1964 ebenfalls dort zum 70. Geburtstag des Künstlers.

Die letzte große Boeckl-Ausstellung fand 2009 in der Österreichischen Galerie im Belvedere statt, zu der auch ein umfangreicher Katalog-Werkverzeichnis erschienen ist.