Hans Bischoffshausen

Hans Bischoffshausen


Feld am See in Oberkärnten 1927 - 1987 Villach.

Architekturstudium in Graz, Beschäftigung als Autodidakt mit der Klassischen Moderne. 1957 erste Einzelausstellung in der Galleria del Cavallino in Venedig, es folgt eine Ausstellung in der Galerie nächst St. Stephan, Wien. 1959 Übersiedlung nach Paris, wo er sich der Gruppe „Zero-Avantgarde“ anschließt.

1963 erste Einzelausstellung in Paris in der Galerie Weiler; es folgen Ausstellungen in Klagenfurt, Den Haag, Rom und in der Kunsthalle Bern, dann wieder mehrere Ausstellungen in Frankreich. 1964-1968 gibt er eine eigene Kulturzeitschrift heraus, in der - als Folge der gescheiterten Pariser 68er Revolution - überwiegend pessimistische Artikel über Kunst und Kultur erscheinen.

1971 Rückkehr nach Österreich, 1977 große Retrospektive in der Kärntner Landesgalerie. In den 80er Jahren Vereinfachung („Brutalisierung“) der künstlerischen Mittel. Bischoffshausen unternimmt viele Reisen (u.a. nach Taiwan, die in einer „Taiwan-Report“-Serie verarbeitet wurden), um mehr Abstand zum schwer erträglichen „Kulturbetrieb“ zu gewinnen. Zunehmende Isolierung und die gesundheitlichen Probleme kennzeichnen die letzten Lebensjahre dieses großen österreichischen Avantgardisten, dessen Nähe zu „Zero“-Gruppe und besonders zur Kunst von Lucio Fontana noch nicht ausreichend gewürdigt sind.