Franz Wiegele

Franz Wiegele


wurde 1887 in Nötsch im Gailtal geboren, besuchte die Mittelschule in Triest, danach die Akademie der bildenden Künste in Wien.

1909 gründete er auf Initiative von Schiele mit Böhler, Peschka, Faistauer und anderen die „Neukunstgruppe“, aus Protest gegen den damals herrschenden Akademismus. Erste Ausstellungen 1909 und 1911 in Wien. Auf Empfehlung von Gustav Klimt und Carl Moll erhielten Wiegele und Kolig 1912 ein Stipendium für einen Aufenthalt in Paris.

Im Ersten Weltkrieg in Nordafrika interniert, kommt er als Austauschgefangener in die Schweiz, wo er bis 1925 lebt. Intensive Kontakte mit bekannten Künstlern und Sammlern. 1925 Rückkehr nach Nötsch, Teilnahme an mehreren gemeinschaftlichen Ausstellungen in Wien, Klagenfurt und Salzburg.

Mehrere Kunstreisen nach Italien, 1932 in Begleitung von Otto Demus nach Venedig, Padua und Florenz. Bei einem Bombenangriff 1944 auf Nötsch stirbt Wiegele unter den Trümmern seines Hauses.

Er ist, zusammen mit Kolig, der Mittelpunkt des „Nötscher Kreis“ und zählt wie jener zu den bedeutendsten Vertretern der Klassischen Moderne in Österreich.