Anton Kolig

Anton Kolig


(Neutitschein / Mähren 1886 - 1950 Nötsch / Kärnten)

1904 Studienbeginn an der Kunstgewerbeschule in Wien gemeinsam mit Oskar Kokoschka, 1907 Wechsel an die Akademie der bildenden Künste, wo er Wiegele und Isepp kennen lernt.

In den folgenden Jahren immer häufiger Aufenthalte bei den beiden Kollegen in Nötsch im Gailtal, das zu seiner neuen Heimat wird. Teilnahme an der viel beachteten „Sonderausstellung Malerei und Plastik“ in den Räumen des Künstlerbundes Hagen in Wien.

Zusammen mit Franz Wiegele reist er, dank einer Vermittlung von Gustav Klimt und Carl Moll, 1912 nach Paris, dann nach Holland und Südfrankreich, wo er bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs bleibt.

1918 nimmt er zusammen mit Boeckl und Schiele an einer Ausstellung in Klagenfurt teil. In den 20er Jahren Versuch, in Nötsch eine private Kunstschule zu gründen.

1928 Goldene Medaille bei der Ausstellung „Deutsche Kunst“ in Düsseldorf, dann Lehrer an den Akademien in Prag, Karlsruhe und Stuttgart, wo er bis zur Pensionierung 1943 bleibt.

Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Seine männlichen Akte - Ölbilder und Zeichnungen - haben zwar nicht jenen avantgardistischen Anspruch, der seinen Studienkollegen Egon Schiele weltberühmt gemacht hat, sie verschaffen ihm aber die führende Position innerhalb des österreichischen Expressionismus, wenn es um die Farbe geht oder - bei Zeichnungen - um räumliche Definition des männlichen Körpers.